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Flexible Verpackungen

UV-Technologie für anspruchsvolle Verpackungsanwendungen

Flexible Verpackungen stellen hohe Anforderungen an Druck- und Härtungsprozesse. Unterschiedliche Substrate, hohe Produktionsgeschwindigkeiten und Anforderungen an die Qualität des Endprodukts erfordern Technologien, die auf den jeweiligen Prozess abgestimmt sind.

UV- und LED-UV-Systeme ermöglichen die schnelle Härtung geeigneter Druckfarben und Lacke und unterstützen damit kurze Prozesszeiten und die direkte Weiterverarbeitung. Für sensible Verpackungsanwendungen spielen darüber hinaus die eingesetzten Farb- und Lacksysteme, die Substrate sowie die jeweiligen Anforderungen an Migration und Produktsicherheit eine wichtige Rolle.

Die Verpackung als Verkaufsfläche

Im Lebensmitteleinzelhandel entscheidet häufig ein Sekundenbruchteil über den Kauf eines Produkts. Die Verpackung übernimmt dabei die Rolle des stillen Verkäufers.

Brillante Farben, hochwertige Lackierungen und außergewöhnliche Haptiken sorgen für Aufmerksamkeit und stärken die Markenwahrnehmung. Gerade bei Premiumprodukten spielt die Verpackung eine zentrale Rolle für die Wahrnehmung von Qualität und Wertigkeit.

Mit modernen UV-Druckverfahren lassen sich vielfältige Veredelungseffekte realisieren:

  • Hochglanz- und Mattlacke

  • Haptische Strukturen

  • Spotlackierungen

  • Metallische Effekte

  • Außergewöhnliche Oberflächenveredelungen

So entstehen Verpackungen, die sich im Regal vom Wettbewerb abheben können.

UV- und LED-UV-Technologie als Schlüssel für eine moderne Produktion von flexiblen Verpackungen

Die Anforderungen an Druckqualität und Produktivität steigen kontinuierlich. Gleichzeitig spielen Energieverbrauch und Produktionskosten eine wichtige Rolle.

Genau hier setzen moderne UV- und LED-UV-Systeme an. Durch die schnelle Aushärtung geeigneter Farben und Lacke können Druckprodukte unmittelbar weiterverarbeitet werden. Dies unterstützt kurze Prozesszeiten und eine hohe Produktivität.

Besonders LED-UV-Technologien gewinnen im Verpackungsdruck weiter an Bedeutung. SSie sind nach dem Einschalten sofort einsatzbereit und lassen sich entsprechend dem Produktionsprozess bedarfsgerecht ein- und ausschalten. Gegenüber klassischen UV-Lampensystemen weisen LED-UV-Systeme zudem einen geringeren infraroten Strahlungsanteil auf. Dadurch kann die thermische Belastung empfindlicher Substrate reduziert werden. Moderne Systeme wie LEDcure NX von IST METZ wurden für unterschiedliche Anforderungen in Druck und Industrie entwickelt und verbinden hohe UV-Leistung mit einem modularen Systemaufbau.

Lebensmittelsicherheit rückt stärker in den Fokus

Ein zentrales Thema im Verpackungsdruck ist die Migration von Inhaltsstoffen aus Farben und Lacken in Lebensmittel.

Daher gewinnen Low-Migration-Konzepte sowie spezielle UV-Härtungsverfahren zunehmend an Bedeutung. Bereits heute kommen bei Verpackungsanwendungen unter anderem inertisierte UV-Systeme zum Einsatz, bei denen der Sauerstoffgehalt während der Härtung durch die Zufuhr von Stickstoff reduziert wird. Dadurch kann die Sauerstoffinhibierung verringert und die Vernetzung geeigneter Farben und Lacke unterstützt werden.

Zusätzlich arbeitet die Branche an neuen Technologien, die den Einsatz migrationsrelevanter Stoffe weiter reduzieren können.

FREEcure: Neue Möglichkeiten für den Verpackungsdruck

Eine aktuelle Entwicklung im Bereich der UV-Härtung ist FREEcure von IST METZ.

Die Technologie ermöglicht bei geeigneten Formulierungen die Härtung von Farben und Lacken ohne beziehungsweise mit reduziertem Einsatz von Photoinitiatoren. Dadurch können potenzielle Migrationsquellen reduziert und neue Anwendungsmöglichkeiten insbesondere im Verpackungsdruck erschlossen werden. Die tatsächlichen Eigenschaften des Endprodukts hängen dabei unter anderem von der eingesetzten Formulierung, dem Substrat, der Schichtdicke, der Produktionsgeschwindigkeit und den jeweiligen Prozessparametern ab.

Insbesondere für Hersteller flexibler Verpackungen eröffnet dies neue Perspektiven für Anwendungen, bei denen Migration und regulatorische Anforderungen eine wichtige Rolle spielen.

FREEcure - UV-Härtung ohne Photoinitiatoren und Inertisierung

Intelligente Prozesssteuerung mit SMARTcure

Neben der eigentlichen Härtung rückt zunehmend die intelligente Steuerung von Produktionsprozessen in den Fokus.

Mit SMARTcure verfolgt IST METZ einen datenbasierten Ansatz zur Unterstützung von LED-UV-Härtungsprozessen. Das KI-gestützte Assistenzsystem berücksichtigt die jeweiligen Produktionsbedingungen und schlägt auf dieser Basis eine empfohlene UV-Leistung vor. Ziel ist es, die für den Härtungsprozess erforderliche Leistung bereitzustellen und einen unnötig hohen Leistungseinsatz zu vermeiden.

Abhängig von Anwendung, Anlagenkonfiguration und Prozessparametern kann SMARTcure dazu beitragen, den Energiebedarf zu reduzieren und die Belastung der LED-Komponenten zu verringern.

Lösungen für zukünftige Anforderungen im Flexible Packaging

Der Markt für flexible Verpackungen befindet sich im Wandel. Produktsicherheit, Produktionskosten, Materialeigenschaften, regulatorische Anforderungen und Markenwirkung müssen heute gleichermaßen berücksichtigt werden.

Moderne UV-, LED-UV- und Excimer-Technologien bieten unterschiedliche Möglichkeiten, Härtungs- und Oberflächenprozesse auf diese Anforderungen abzustimmen. Entwicklungen wie FREEcure, LEDcure NX und SMARTcure erweitern die Möglichkeiten für flexible und anwendungsbezogene Produktionsprozesse.

Für Verpackungshersteller bedeutet dies die Chance, sich durch hochwertige Druckqualität, innovative Veredelungen und auf die jeweilige Anwendung abgestimmte Produktionsverfahren im Wettbewerb zu positionieren.