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Überblick

FREEcure: Photoinitiatorfreie und photoinitiatorreduzierte UV-Härtung

FREEcure erweitert die Möglichkeiten der industriellen UV-Härtung durch einen besonders hohen Anteil kurzwelliger UV-Strahlung. Das wassergekühlte UV-System ermöglicht in geeigneten Formulierungen die Härtung ohne Photoinitiatoren oder mit deutlich reduziertem Photoinitiatoranteil.

Damit bietet FREEcure interessante Prozessoptionen für Druckfarben, Lacke und Beschichtungen – unter anderem im Verpackungsdruck sowie in der Holz- und Holzwerkstoffindustrie.

UV-Direktvernetzung mit hochenergetischer UVC-Strahlung

UV-System BLKs: Trocknungssystem für den Bogendruck

FREEcure basiert auf dem bewährten BLK-System und nutzt eine speziell ausgelegte UV-Mitteldrucklampe mit erhöhtem UVC-Anteil. Insbesondere der kurzwellige Spektralbereich unterstützt bei dafür ausgelegten Formulierungen eine direkte photochemische Initiierung und Vernetzung.

So können geeignete Lack- und Farbsysteme ohne Photoinitiatoren formuliert oder der Photoinitiatoranteil gegenüber konventionellen Formulierungen reduziert werden.

Ob eine vollständig photoinitiatorfreie Härtung möglich ist, hängt von der jeweiligen Formulierung und den Prozessbedingungen ab.

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Vorteile von FREEcure im Überblick

  • Photoinitiatorfreie oder photoinitiatorreduzierte UV-Härtung für geeignete Formulierungen
  • Hoher Anteil kurzwelliger UVC-Strahlung
  • Geeignet für 100-%-UV-Systeme und entsprechend formulierte wässrige UV-Systeme
  • Potenzial zur Reduzierung der erforderlichen UV-Aggregate in dosisintensiven Anwendungen
  • Geringerer Platzbedarf bei reduzierter Aggregatanzahl
  • Potenzial zur Senkung des Energiebedarfs und der Betriebskosten bei geeigneten Anwendungen
  • Werkzeugloser Lampenwechsel mit FLC
  • Patentierte URS-Inlay-Reflektortechnologie
  • Gute Zugänglichkeit der Komponenten für Wartung und Service
FREEcure - UV-Härtung ohne Photoinitiatoren und Inertisierung

Photoinitiatorreduktion für migrationskritische Anwendungen

Photoinitiatoren und deren Folgeprodukte können für migrationskritische Anwendungen relevant sein. Durch photoinitiatorfreie oder photoinitiatorreduzierte Formulierungen kann FREEcure dazu beitragen, entsprechende Migrationsquellen zu reduzieren.

Das macht die Technologie insbesondere für Anwendungen interessant, bei denen die Zusammensetzung und Migration der eingesetzten Stoffe eine wichtige Rolle spielen.

Die tatsächliche Migration und die Eignung für eine konkrete Verpackungsanwendung hängen jedoch vom gesamten System ab – unter anderem von Druckfarbe oder Lack, Substrat, Schichtdicke, Prozessbedingungen und erreichtem Härtungsgrad – und müssen anwendungsspezifisch bewertet werden.

Vorteile

Lampenschnellwechsel FLC
Das kabellose UV-Lampensystem FLC ermöglicht einen schnellen und unkomplizierten Wechsel der UV-Lampe. Diese kann mit nur einem Handgriff aus dem Lampenaggregat entnommen werden.
Patentierte URS Inlay-Reflektortechnologie
Die integrierte URS-Technologie zeichnet sich durch die optimale Abstimmung der Reflektorgeometrie, sowie der Reflexionseigenschaften auf den Produktionsprozess aus. Die URS-Reflektoren reflektieren nur das UV-Licht, die IR-Strahlung wird auf das luftgekühlte Aluminiumprofil durchgelassen. Die besonders widerstandsfähigen Reflektoren zeichnen sich durch sehr hohe Standzeiten und ein optimales Wärmemanagement aus.
Wartungsfreundlichkeit
Alle Bauteile im Aggregat wie Lampe, Reflektor, Pneumatikzylinder etc. sind leicht zugänglich. Der Lampenwechsel ist werkzeuglos möglich.
Garantie
IST METZ bietet eine Gewährleistung von 10.000 Betriebsstunden auf Reflektoren des Typs URS sowie von 2.500 Betriebsstunden auf UV-Lampen.
Reaktivität ohne Initiator
FREEcure eignet sich nicht nur für 100 % UV-Systeme, sondern auch für wässrige UV-Systeme. Bei der Formulierung der UV-Systeme wurden folgende Aspekte berücksichtigt: Verzicht auf Fotoinitiator, Chemische Zusammensetzung des Bindemittels, Funktionalität des Bindemittels, Aminmodifizierung zur effektiven Unterdrückung der Sauerstoffinhibierung, Physikalische Oberflächentrocknung von wässrigen UV-Dispersionen.

Information

Reaktivität ohne oder mit reduziertem Photoinitiatoranteil

FREEcure kann sowohl für 100-%-UV-Systeme als auch für entsprechend ausgelegte wässrige UV-Systeme eingesetzt werden.

Für eine photoinitiatorfreie bzw. photoinitiatorreduzierte Härtung sind insbesondere die chemische Zusammensetzung und Funktionalität des Bindemittels entscheidend. Eine geeignete Formulierung kann zusätzlich dazu beitragen, die Sauerstoffinhibierung an der Oberfläche zu begrenzen.

Bei wässrigen UV-Dispersionen ist darüber hinaus die physikalische Trocknung vor bzw. im Zusammenspiel mit der UV-Härtung zu berücksichtigen.

FREEcure setzt neue Maßstäbe in der UV-Härtung

FREEcure kombiniert das BLK-System mit einer UV-Mitteldrucklampe und einem auf hohe UVC-Ausbeute ausgelegten Systemkonzept. Dadurch steht ein hoher Anteil kurzwelliger UV-Strahlung für die Härtungsreaktion zur Verfügung.

In geeigneten Anwendungen kann dies die erforderliche Anzahl an UV-Aggregaten reduzieren. Weniger installierte Aggregate bedeuten zugleich Potenzial für einen geringeren Platzbedarf sowie niedrigere Energie-, Wartungs- und Ersatzteilaufwendungen.

Die tatsächlich erreichbaren Einsparungen hängen von Formulierung, Produktionsgeschwindigkeit, Schichtdicke, Substrat, gefordertem Härtungsgrad und der jeweiligen Referenzanlage ab.

FREEcure für die Holz- und Holzwerkstoffindustrie

Bei schnelllaufenden Walzstraßen in der Holz- und Holzwerkstoffindustrie kann FREEcure dazu beitragen, die erforderliche Anzahl an UV-Aggregaten zu reduzieren.

Bei 100-%-UV-Systemen kann abhängig von Formulierung und Prozess ein reduzierter Photoinitiatoranteil sinnvoll sein, um die gewünschte Produktionsgeschwindigkeit mit möglichst wenigen Aggregaten zu erreichen.

Für entsprechende Anwendungen werden mit FREEcure Prozessgeschwindigkeiten von 30 bis 50 m/min pro Aggregat beschrieben. Je nach Anwendung können dadurch zwei bis drei Aggregate für schnelllaufende Walzstraßen ausreichend sein.

Bei größeren Schichtdicken kann zudem eine Kombination mit LED-UV-Systemen sinnvoll sein. Das geeignete Systemkonzept sollte auf Beschichtung, Schichtdicke, Substrat, Produktionsgeschwindigkeit und erforderliche Härtung abgestimmt werden.

Ist FREEcure für Ihren UV-Prozess geeignet? Testen Sie Ihre Anwendung auf unserem IST-Campus unter realen Produktionsbedingungen.
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